Über mich
Elektronik – von der Schaltung bis zum Produkt und zunehmend in Richtung der Systeme, die sie nutzen werden.
Ich entwickle Hardware für die industrielle Bildverarbeitung: Kamera-Leiterplatten einschließlich der Sensorplatine, die Interface-Platinen, die eine Kamera benötigt, und die Redesigns, die folgen, wenn eine Konformitätsprüfung nicht bestanden wird. Bei diesen Leiterplatten liegt die gesamte Kette bei mir – von Anforderungen und Architektur über Bauteil- und Sensorauswahl, Schaltplan und Layout bis hin zu Bring-up, Messung, EMV, Validierung und Serienbetreuung.
Diese Breite ist bewusst gewählt. Hardware, die auf dem Labortisch funktioniert, ist noch lange kein Produkt, das sich zuverlässig fertigen, zertifizieren und betreuen lässt. Die entscheidende Ingenieurarbeit liegt in diesem Übergang. Erst die Arbeit über die gesamte Entwicklungskette macht ihn sichtbar.
- 01Anforderungen
- 02Architektur
- 03Bauteil- und Sensorauswahl
- 04Schaltplan
- 05PCB-Layout
- 06Simulation
- 07Bring-up
- 08Messung
- 09EMV
- 10Validierung
- 11Dokumentation
- 12Serienbetreuung
Drei Ebenen
Meine Masterarbeit befasste sich mit Schaltungsentwurf auf Chipebene – vollständig differenzielle Operationsverstärker für integrierte RF-MMIC-Tiefpassfilter in SiGe-BiCMOS, entwickelt mit Cadence Virtuoso und CST Studio. Darauf folgten Leiterplatten- und Produktentwicklung. Der Schaltungsentwurf auf Chipebene prägt, wie ich Datenblätter lese und Vorgänge innerhalb eines Bauteils – nicht nur in dessen Umfeld – beurteile.
Disziplinübergreifend
Kamerahardware ist nie nur Elektronik. Sie trifft auf FPGA und Firmware, Optik, Mechanik, thermische Grenzen, Fertigung und Konformität – und die Randbedingungen kommen aus all diesen Richtungen gleichzeitig. Ich arbeite mit Software-, Mechanik- und Fertigungsteams zusammen und betreue Praktikantinnen und Praktikanten sowie Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieure in den Bereichen Leiterplattendesign, Signalintegrität und EMV-Validierung. Vor meinem Wechsel in die Industrie war ich sechs Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte tätig und habe Elektronik in Theorie und Praxis unterrichtet.
Richtung
KI verlässt rein digitale Umgebungen und gelangt in Maschinen, die wahrnehmen und handeln. Dieser Übergang führt über Sensorik, High-Speed-Datenpfade, Rechenplattformen und Spannungsversorgungsarchitektur – also über genau die Arbeit, die ich heute bereits mache. Ich baue Kompetenzen in Python, maschinellem Lernen, Computer Vision, Edge-Inferenz und Robotik auf, um diesen Übergang von der Hardwareseite aus mitzugestalten.
Dies ist laufende Weiterbildung und wird auch ausdrücklich so benannt. Es handelt sich nicht um Berufserfahrung, und es ist bewusst von den oben beschriebenen Arbeiten getrennt gehalten.